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Biowein - Der Unterschied
Es
gab Zeiten, da wurden biologische Weine mehr aus ökologischer Überzeugung
getrunken. Doch heute entdecken immer mehr Weinliebhaber die hohe
Qualität des Ökoweins und entscheiden sich bewust für einen naturreinen
Genuss.
Wie wird im Weinberg gearbeitet, was ist zulässig?
- Noch
heute lassen sich biologisch bearbeitete Weinberge leicht an der
üppigen Begrünung erkennen. Mit der großen Vielfalt an Grünpflanzen
wird der Monokultur Rebe entgegengewirkt.
- Das intakte
Ökosystem fördert die Widerstandskraft der Reben und schafft einen
natürlichen Lebensraum für allerlei Nützlinge im Weinberg.
- Der
Ökowinzer verzichtet auf den Einsatz von chemisch- synthetischen
Pflanzenschutz und Düngemittel. Stattdessen werden vorbeugende
natürliche Pflanzenschutz -und Pfllanzenstärkungsmittel eingesetzt.
- Zur Düngung werden nur organische und mineralische Materialien eingesetzt, wie zum Beispiel Stroh, Stallmist und Gesteinsmehle.
- Statt
"Unkrautvernichtungsmittel" einzusetzen, wird der Boden mechanisch
oder per Hand gelockert. Nach der Lockerung erfolgt meist eine Einsaat der
Gründüngung.
- Das verwendete Rebgut ist gentechnikfrei!
Was ist im Keller erlaubt?
Erst 2009 ist eine EU-weite Kellerrichtlinie geplant. Hier haben allerdings verschiedene Biowein-Verbände Richtlinien für die Kellerarbeit festgelegt.
- Die
meisten im konventonellen Weinbau zulässige Weinschönungsmittel sind im
Ökobau verboten, stattdessen wird nur mit natürlichen Mittel, wie
Bentonit oder Eiweiß die Weine geklärt.
- Gentechnisch manipulierte Hefen oder Enzyme sind im Biowein- Keller nicht zulässig.
- Ganz
ohne Schwefelzusatz geht es leider noch nicht. Allerdings liegt die
Schwefelzugabe im Ökoweinbau mindestens ein Drittel unter den
zulässigen Werten, meist sogar noch geringer.
Wie wird Biowein kontrolliert?
- Für jedes Weingut, das Biowein herstellt und vermarktet, gilt als Mindeststandart die Richtlinien der EU für ökologischen Landbau. Diese Verordnung legt fest, nach welchen Anbaumethoden gearbeitet und welche Hilfsmittel verwendet dürfen. Die Vorgaben werden jährlich von einem staatlich anerkanntem Kontrollinstitut kontrolliert.
- Daneben gibt es die Anbauverbände Ecovin, Bioland, Demeter und Naturland in Deutschland, Nature et Progres in Frankreich und Ernte in Österreich. Diese Bioverbände, denen die meisten Bioweinbauern angehören, haben in der Regel noch strengere Auflagen als die EU.
Schmeckt Ökowein besser?
Ob ein Wein besser schmeckt als ein anderer hängt von vielen Faktoren ab, jedoch bringt der biologisch, erzeugte Wein einige unverzichtbare Voraussetzungen mit, um zu einen individuellen, hochwertigen Genuss zu werden.
- Die Trauben von natürlich wachsenden Rebstöcken aus ökologischen Weinbergen sind besonders reichhaltig an Aromastoffen, denn die Traubenbeeren haben meist eine dickere Schale als im konventionellem Anbau. Diese Beerenschalen geben dem Rotwein eine besonders kräftige Farbe, aromareiche Tannine und das gesunde Resveratrol, der Bestandteil, der Herzinfakten vorbeugt.
- Die Biorebe wurzelt naturgemäß tiefer um sich die Nährstoffe aus dem Boden zu holen und bringt dabei die Mineralität in die Trauben und damit in den Wein. Diese Mineralstoffe geben den Weine aus biologischem Anbau einen unverwechselbaren Charakter.
- Die meist selektive Handlese bei der Ernte und die Spontanvergärung
mit eigenen Hefen im Keller bringen einen weiteren Qualitätsvorteil mit sich.
Was bringt der Bioweinbau unserer Umwelt?
- Die Ökowinzer haben sich für einen nachhaltigen Weg entschieden und arbeiten mit Mittel, die ihnen die Natur gibt. Mit Verzicht auf chemisch- syntetische Spritzmitttel, Nitrate und Phosphate leistet der Bioanbau einen wichtigen Beitrag für den Grundwasserschutz und damit verbunden unserer Trinkwasserqualität.
- Durch die dauerhafte Begrünung wird der Bodenerosion vorgebeugt und die wertvolle Erde bleibt dort wo sie vom Weinstock benötigt wird.
- Das intakte Ökosystem trägt dazu bei, daß die Artenvielfalt der
Pflanzen- und Tierwelt gefördert wird und so fast ausgestorbene Arten
im Weinberg wieder heimisch werden.
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